Eine bodengleiche Dusche einbauen kostet 2026 zwischen 3.000 und 7.000 Euro — inklusive Duschrinne, Abdichtung nach DIN 18534, Fliesen und Glasabtrennung. Der Umbau von Badewanne zur bodengleichen Dusche liegt bei 4.000–8.000 Euro. Über das KfW-Programm 455-B sind bis zu 6.250 Euro Zuschuss für barrierefreie Badumbauten möglich.
Die bodengleiche Dusche ist längst kein Luxus mehr — sie ist Standard geworden. Und das aus guten Gründen: Sie sieht besser aus als eine Duschtasse, ist leichter zu reinigen und lässt sich auch im Alter bequem nutzen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was der Einbau kostet, was beim Umbau von Badewanne auf Dusche zu beachten ist und welche Fördermöglichkeiten es gibt.
Was kostet eine bodengleiche Dusche?
Der reine Einbau einer bodengleichen Dusche — also Duschrinne, Abdichtung, Estricharbeiten und Fliesen — kostet zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Voraussetzung: Der Wasseranschluss liegt bereits an der richtigen Stelle und der Boden lässt sich ausreichend tief absenken.
Kommt eine Glasabtrennung dazu, landen Sie bei 4.000 bis 7.000 Euro gesamt. Und wenn eine Badewanne raus und eine bodengleiche Dusche rein soll, rechnen Sie mit 4.000 bis 8.000 Euro — denn dann muss zusätzlich demontiert, der Boden angepasst und die Abwasserführung umgelegt werden.
Im Branchenvergleich liegen diese Preise im unteren Drittel — viele Betriebe berechnen für den gleichen Umbau 6.000 bis 10.000 Euro. Bei uns bekommen Sie dazu eine Festpreisgarantie: Was wir vereinbaren, gilt.
Eine Standard-Duschrinne von ACO oder Viega kostet 150 bis 250 Euro. Design-Rinnen von TECE oder Geberit starten bei 400 Euro. Optisch macht das einen Unterschied — funktional nicht. Wer beim Budget aufpassen muss, spart hier 300 bis 500 Euro, ohne auf Qualität zu verzichten.
Umbau Badewanne zur bodengleichen Dusche
Der häufigste Auftrag, den wir in diesem Bereich bekommen: Die alte Badewanne soll raus, eine bodengleiche Dusche rein. Oft kombiniert mit neuen Fliesen im gesamten Bad — weil man sowieso die Wand hinter der Wanne freilegt.
Warum der Umbau teurer ist als ein Neueinbau? Weil er mehr Arbeit macht. Die Wanne muss raus, der Wannenträger wird abgestemmt, der Estrich muss teilweise erneuert werden. Oft muss das Abflussrohr umgelegt werden, weil der Ablauf der Wanne an einer anderen Stelle sitzt als der der Duschrinne. Und dann kommt noch die Abdichtung, die Fliesen und die Glasabtrennung dazu.
Trotzdem lohnt sich der Umbau fast immer. Die meisten unserer Kunden sagen im Nachhinein: Die Badewanne haben wir sowieso nie benutzt — die Dusche nutzen wir jeden Tag.
Was passiert beim Umbau?
Der technische Ablauf in Kurzform:
Tag 1: Demontage der Badewanne und des Wannenträgers. Alte Fliesen runter, Bestandsaufnahme der darunterliegenden Wand und des Bodens. Abfluss prüfen und bei Bedarf umlegen.
Tag 2: Estricharbeiten im Duschbereich. Der Boden muss mit Gefälle zur Duschrinne hin angelegt werden — sonst steht das Wasser. Das erfordert Präzision. Einbau der Duschrinne.
Tag 3: Abdichtung des gesamten Duschbereichs nach DIN 18534. Das ist der wichtigste Schritt — hier darf nichts schief gehen. Wir verwenden Flüssigabdichtung (z.B. PCI Seccoral) plus Dichtmanschetten an Durchführungen und Ecken.
Tag 4–5: Fliesenverlegung im Duschbereich und an der frei gewordenen Wand. Verfugen. Montage der Glasabtrennung. Silikon an allen Anschlüssen.
In der Praxis brauchen wir für den Umbau Badewanne zur bodengleichen Dusche drei bis fünf Arbeitstage — je nachdem, wie viel Fliese erneuert werden muss. Das Bad ist in dieser Zeit nicht nutzbar.
Welche Fliesen für die bodengleiche Dusche?
Im Duschbereich gelten besondere Anforderungen. Die Fliesen müssen rutschhemmend sein — mindestens Bewertungsgruppe R10 im Barfußbereich. Bei barrierefreien Bädern wird R11 empfohlen. Das heißt nicht, dass die Fliesen hässlich sein müssen — es gibt mittlerweile wunderschöne rutschhemmende Fliesen in allen Formaten und Farben.
Großformat-Fliesen (60x120 cm) funktionieren auch im Duschbereich — wenn man weiß, wie man das Gefälle sauber einarbeitet. Das ist technisch anspruchsvoller als bei kleinen Fliesen, sieht aber deutlich edler aus. Weniger Fugen bedeutet auch weniger Schimmelrisiko.
Mosaik-Fliesen im Duschboden sind eine Option, die wir in manchen Bädern empfehlen — besonders wenn das Gefälle stärker ausfällt. Die vielen Fugen passen sich dem Gefälle besser an. Optisch ist Mosaik aber Geschmackssache.
Glasabtrennung: Walk-In, Pendeltür oder Kabine?
Die Glasabtrennung macht optisch den größten Unterschied. Drei Varianten sind üblich:
Walk-In (800–1.500 €): Eine feststehende Glasscheibe, keine Tür. Die offenste Variante, sieht in großen Duschen fantastisch aus. Nachteil: Es spritzt etwas Wasser raus, wenn die Dusche kleiner als 100 cm breit ist. Ab 120 cm Breite kein Problem.
Pendeltür (1.200–2.000 €): Glasscheibe mit Tür, die nach innen und außen öffnet. Dichter als Walk-In, aber immer noch elegant. Die meistverkaufte Variante bei unseren Kunden.
Eck-Duschkabine (1.500–2.500 €): Zwei Glasscheiben im Eck, mit Schiebe- oder Pendeltür. Komplett geschlossen, kein Spritzwasser. Sinnvoll bei kleineren Duschen oder wenn die Dusche direkt neben der Toilette steht.
Wir empfehlen grundsätzlich ESG-Sicherheitsglas (Einscheibensicherheitsglas) mit mindestens 8 mm Stärke. Bei Walk-In-Lösungen besser 10 mm — das Glas steht stabiler und fühlt sich wertiger an. Nano-Beschichtung gegen Kalkflecken lohnt sich: Die Reinigung wird deutlich einfacher und die Beschichtung hält viele Jahre.
Das KfW-Programm 455-B fördert den barrierefreien Umbau von Bädern mit bis zu 6.250 Euro Zuschuss. Voraussetzung: stufenloser Duschzugang, rutschhemmende Fliesen (R10 oder höher), ausreichende Bewegungsfläche (mindestens 120 x 120 cm vor der Dusche). Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden. Wir helfen Ihnen bei der Prüfung der Anforderungen.
Barrierefreie Dusche nach DIN 18040
Eine bodengleiche Dusche ist nicht automatisch barrierefrei im Sinne der DIN 18040. Für die offizielle Barrierefreiheit — und damit auch für die KfW-Förderung — müssen zusätzliche Anforderungen erfüllt sein:
Stufenloser Zugang: Der Übergang vom Badboden in die Dusche muss eben sein. Kein Rand, keine Schwelle, maximal 2 cm Höhenunterschied (bei Rollstuhlnutzung: 0 cm).
Rutschhemmung: Fliesen im Duschbereich mindestens R10 (barfuß). Wir verwenden routinemäßig R10-Fliesen in allen bodengleichen Duschen — auch ohne Förderantrag. Sicherheit geht vor.
Bewegungsfläche: Mindestens 120 x 120 cm Duschfläche. Bei Rollstuhlnutzung mindestens 150 x 150 cm. Das klingt groß, ist aber bei einer normalen Badsanierung fast immer machbar — gerade wenn die alte Badewanne rausgeht.
Haltegriffe: Stabile Haltegriffe im Duschbereich, die in der Wand verankert sind (nicht nur geklebt). Das planen wir bei der Vorwandinstallation gleich mit ein — nachträglich anbringen ist deutlich teurer.
Viele unserer Kunden bauen barrierefrei um, nicht weil sie es jetzt brauchen, sondern weil sie vorausschauend denken. Und wenn es sowieso einen Zuschuss von bis zu 6.250 Euro gibt — warum nicht mitnehmen?
Warum sich der Umbau langfristig lohnt
Eine bodengleiche Dusche ist eine Investition, die sich auf mehrere Arten auszahlt:
Werterhalt der Immobilie: Eine moderne, bodengleiche Dusche steigert den Wohnwert. Bei einem Verkauf oder einer Neuvermietung zählt ein zeitgemäßes Bad zu den wichtigsten Kriterien. Ein Bad mit Duschtasse von 1995 ist ein Minuspunkt — eine bodengleiche Dusche mit Großformat-Fliesen ist ein Pluspunkt.
Täglicher Komfort: Kein Rand mehr, über den man steigen muss. Leichter zu reinigen, weil keine Ecken und Kanten. Und die offene Optik lässt das Bad größer wirken — gerade bei kleinen Bädern ein echter Gewinn.
Altersvorsorge: Was heute komfortabel ist, ist morgen notwendig. Eine bodengleiche Dusche können Sie bis ins hohe Alter nutzen — ohne Umbau, ohne Treppenlift fürs Bad. Das klingt weit weg, aber wer sein Bad einmal saniert, will es nicht in zehn Jahren nochmal machen.
Aus unserer Erfahrung: Kein einziger Kunde hat den Umbau auf eine bodengleiche Dusche bereut. Die Badewanne vermisst niemand — die Dusche nutzt man jeden Tag.
Ihre Fragen — unsere Antworten.
Was kostet der Einbau einer bodengleichen Dusche?
Der reine Einbau kostet 3.000–5.000 €. Mit Glasabtrennung 4.000–7.000 €. Beim Umbau von Badewanne auf bodengleiche Dusche rechnen Sie mit 4.000–8.000 €. Die genauen Kosten hängen von der Größe, den Fliesen und der Glasabtrennung ab.
Kann in jedem Bad eine bodengleiche Dusche eingebaut werden?
In den meisten Fällen ja. Voraussetzung ist eine ausreichende Aufbauhöhe im Boden für den Ablauf (ca. 7–10 cm). In Altbauten mit Holzbalkendecke kann das knapp werden — dort gibt es aber Speziallösungen mit flachen Ablaufsystemen. Wir prüfen das bei der Besichtigung.
Wie lange dauert der Umbau?
Der Einbau einer bodengleichen Dusche dauert 3–5 Arbeitstage. Beim Umbau Badewanne zur Dusche mit neuen Fliesen im gesamten Bad kann es bis zu einer Woche dauern. Das Bad ist in dieser Zeit nicht nutzbar.
Wird eine bodengleiche Dusche von der KfW gefördert?
Ja, über das KfW-Programm 455-B für barrierefreie Badumbauten. Der Zuschuss beträgt bis zu 6.250 €. Voraussetzungen: stufenloser Zugang, rutschhemmende Fliesen (R10+), ausreichende Bewegungsfläche. Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden.
Welche Abdichtung ist vorgeschrieben?
Die Abdichtung muss nach DIN 18534 ausgeführt werden. In der Praxis bedeutet das: Flüssigabdichtung im gesamten Duschbereich, Dichtmanschetten an Rohrdurchführungen und Dichtbänder an Boden-Wand-Übergängen. Wir dokumentieren die Abdichtung fotografisch — für Ihre Unterlagen und als Nachweis.
Welche Glasabtrennung empfehlen Sie?
Das hängt von der Duschgröße ab. Ab 120 cm Breite empfehlen wir eine Walk-In-Lösung (feststehende Glasscheibe) — offen, elegant, leicht zu reinigen. Bei kleineren Duschen eine Pendeltür oder Eck-Kabine, damit kein Wasser rausspritzt. Grundsätzlich empfehlen wir ESG-Glas ab 8 mm mit Nano-Beschichtung.
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